Über mich

Von der fränkischen Provinz nach Dubai, eine "klitzekleine" Umstellung wird es schon sein. Mal schauen was ich in dem Jahr dort erleben werde. Hier findet Ihr ein paar Erfahrungsberichte.

Mittwoch, 10. September 2008

Katja´s Businessbesuch in Dubai

Anfang August hatte ich ne Mail von einer Freundin aus Erlanger Zeiten in meinem Posteingang. Sie (Katja) kommt wegen eines Businesstrips für ein paar Tage nach Dubai. Ehrensache dass da der Wüstenfuchs eine Audienz gewährt.
Aufgrund so einiger Umschichtungen ihres Kalenders hatten sich die ganzen geplanten und neu geplanten abendlichen Treffen dann als eher unmöglich erwiesen. Bei so ziemlich unserem letzten Telefonat in Dubai (sie sollte am nächsten Morgen fliegen) hab ich dann doch mal nach den genauen Koordinaten ihres Hotels gefragt. Arrrrrghhh.
Ihr werdet es nicht glauben. Ihr Hotel war doch tatsächlich nur 100m Luftlinie von meiner Bude entfernt. Nämlich genau die gleiche Hütte, in der auch meine Eltern während ihrem Besuch residiert hatten. Ist ja nicht so, dass es hier nur 2 Hotels geben würde und die Stadt ca 1 km² klein wäre. Wenn mir das vorher klar gewesen wäre..... Egal, für ein kurzes Bier in der Hotelbar hat es dann doch noch gereicht. :-) Und so ein erstes Wiedersehen nach ca 2 Jahren (als ich nach Dubai ging kam sie grade aus Jakarta zurück) ist doch auch nicht schlecht. Vor allem wenn es dann auch noch "zufälligerweise" in Dubai ist.

Montag, 8. September 2008

Jonas und Nane in Dubai

Eigentlich war ich ja der Meinung, dass meine Besuchszeit im Juni mit Achim beendet war. Aber nein, es hatte sich zum Endspurt in Dubai doch noch weiterer Besuch angemeldet. :-)

Jonas (mein Cousin) und Nane (seine Freundin) gaben sich die Ehre und haben für den Rest der Familie den Bau des Wüstenfuchses inspiziert.
Leider musste ich während den 10 Tagen irre viel arbeiten (trotz Ramadan und der damit gesetzlich verkürzten Arbeitszeit auf 0830-1530; Gesetze kann man auch ignorieren) und konnte deshalb nur abends etwas mit ihnen unternehmen.
Hoffe es hat Euch trotzdem gefallen?
Also nicht, dass ihr jetzt denkt ich wäre ein schlechter Gastgeber gewesen. Jedenfalls nicht absichtlich. Eine gemeinsame Wüstentour hat wegen der Abwesenheit meiner üblichen Fahrer leider nicht geklappt, dafür sind wir aber zusammen zum Quadfahren. Die Mädels hatten damit irgendwie noch nicht so viel Glück. Diverse Halb- oder Ganzumfaller und leichte Verbrennungen legen nahe, dass das doch eher ein Männersport ist. ;-)
Am letzten Abend gab es natürlich noch eine Poolparty für die beiden. So langsam bin ich auf den Geschmack gekommen.
Montag Morgen habe ich die beiden dann zum Flughafen gebracht und weiter ging es in die Arbeit. Meine Chefs haben sich zum Ende meiner Delegation noch diverse dringende Arbeiten überlegt, die unbedingt noch von mir erledigt werden sollen. ARBEIT!

Freitag, 29. August 2008

Poolparty

Zum Abschied von Bettina haben wir uns nicht lumpen lassen und eine kleine Poolparty bei mir am Pool organisiert. Also zuerst eine gemütliche Runde Grillen und dazu das eine oder andere Bier geniessen und danach ab in den Pool. Schließlich sieht der gefüllte Bauch im Wasser gleich viel kleiner und durchtrainierter aus als an Land. ;-) Weiterer positiver Nebeneffekt: es passt gleich noch ein weiterer Grillspieß + Bier rein.
Hab allerdings nicht so ganz gerafft, warum die Bettsi unbedingt mit ihrem Stuhl in den Pool wollte. Sauerei. So ein Stuhl gehört doch nicht ins Wasser. Musste Papa Christian also ne Runde aufräumen. Frauen kommen aber auch auf Ideen. ;-) Frauen, Frauen, Frauen. Falls irgendjemand jetzt dem Jürgen und mir einen gewissen Anteil an Mittäterschaft unterstellen will, hat da jemand nen Beweis? also nicht! Seht ihr, hat sie es also freiwillig gemacht :-)

Und bevor die Kleine auf noch komischere Ideen kommt, haben wir sie am Samstag Abend dann zum Flughafen gebracht und zurück nach Deutschland/Konschdans geschickt.

Mädel, Du fehlst uns schon ein bischen. wer holt uns jetzt Cola? Oder ein Wasser? Na gut, Trinken am Arbeitsplatz kommt wegen Ramadan grade eh nicht so gut an! Aber mal ohne Scheiss, Du warst echt eine Bereicherung in Dubai!

Mittwoch, 27. August 2008

Ein letztes Mal Rock Bottom

Die Zeit rennt und rennt, da muss ich so langsam meine verbleibenden Tage und die Vergnügungswünsche durchtakten.
Natürlich wollte ich unbedingt noch ein letztes Mal ins Rock Bottom. Hatte zwar noch einen ganzen Monat in Dubai vor mir, aber der Ramadan stand vor der Tür.
Und das bedeutet:
Bei Tag kein Essen und Trinken in der Öffentlichkeit und auch keine laute Musik mehr in den Clubs. Auf gut Deutsch: Tote Hose.

Haben meinen RB Abend gleich noch mit dem anstehenden Abschied von Bettina verknüpft und sind auf Partytour. Aufgrund diverser Absagen war es dann doch „nur“ Voj, Bettina und ich, aber hey seid wann habe ich was gegen einen Ausflug mit 2 Frauen?! ;-)

Also noch ein letztes Mal abrocken, Bullfrogs geniessen und Spass haben. Das haben sich noch so einige andere gedacht, der Laden war nämlich brechend voll!

Feiern, olé olé

P.S.: Das Foto ist natürlich total gestellt und eigentlich wurde ich den ganzen Abend gequält.

Samstag, 23. August 2008

und wieder in die Wüste

Das Wochenende war wirklich total verplant.
Samstag Morgen ging es nämlich endlich wieder in die Wüste. Also erneut um 0500 aufstehen und Richtung Lars düsen. Von dort ging es mit 2 Autos (beides Discovery´s) weiter und am Rand der Wüste haben wir noch 3 Südafrikaner mit ihren beiden Jeep Wranglern getroffen.
Und dann ging es zum Fundrive durch die Dünen.
Die Jungs aus SA sind wirkliche Chaoten und für jeden Spass zu haben. Die haben sich doch glatt ein Sandboard selber gebaut, das mit dem Abschleppseil ans Auto gehängt und dann durch die Wüste gezogen wird. Der Hammer!
Gut, es war erst die Version 1.2 deshalb war das boarden noch etwas wackelig und man hat sich doch das eine oder andere mal in den Sand verabschiedet.... denoch ein Spass!
Fahren durfte ich diesmal leider nicht, weil Lars´ Defender mal wieder in der Werkstatt war und er deshalb mit dem Discovery gefahren ist, aber einfach mal mitfahren hat auch seinen Reiz.
Wetter war knacke war, dementsprechend weich war der Sand bereits am frühen Morgen. Die Herren Fahrer haben sich also das eine oder andere Mal eingegraben. Und wer durfte es ausbaden bzw. ausgraben? Natürlich die Mitfahrer. Naja, nicht immer. Manchmal hat es auch mit dem reinen Abschleppen gereicht.
Anschließend ging es noch an den Strand und den Abend haben wir beim Bowling in der Mall of the Emirates ausklingen lassen.
Komisch, auch dieses WE war wieder schneller vorbei als ich Känguruh auf Arabisch sagen konnte.
Fotos: http://picasaweb.google.com/chrismoe2704/WStentourMitSandboarden#

Freitag, 22. August 2008

Musandam - Delfine und kaputte Reifen

Hab in Dubai leider nicht mehr so viele Wochenenden, also müssen die verbleibenden noch anständig genutzt werden. Also haben wir uns zu einem Ausflug in den Oman, genauergesagt wieder nach Musandam entschieden.
Morgens losfahren, den Tag dort verbringen und abends wieder 2-3 Stunden zurück. Die ursprünglich geplante Gruppe waren Voj, Bettina, Dagmar, Lars, Oscar, Jürgen und ich.
Letztendlich war es wegen Visaproblemen, Altersermüdungen,... dann doch nur Voj, Bettina, Oscar und ich. Jo, und dann ging es am morgen gegen 5 Uhr los und wir waren doch nur zu dritt. Unser kolumbianischer Knalldrömel hatte doch glatt verschlafen, war durch Anrufe und SMS nicht zu wecken und wurde deshalb nach 45 min warten in Dubai zurück gelassen. Um 7 ist der Bub dann endlich aufgewacht und ihm hat was gedämmert ;-)

Die Dhowtour auf dem Meer war natürlich wieder klasse und diesmal sind massenhaft Delfine neben dem Schiff her geschwommen. Sind schon putzig die Tierchen. Gemütlich auf dem Boot gammeln, ein Wasser nach dem anderen schlürfen, schnorcheln gehen, Landschaft anschauen, Essen, schwimmen in 34 Grad warmen Meerwasser. Leute, das Leben kann man geniessen :-)
Schwuppdiwupp waren die 6 Stunden der Tour vorbei. Nachdem es erst gegen 1630 war haben wir uns entschlossen, noch ein bischen durch Musandam zu cruisen. Und da gab es ja noch nen heissen Tip bezüglich einer abgelegenen Bucht... Also nichts wie los. Dank den ausführlichen Satellitenfotos hat die Fahrt auch einigermaßen problemlos geklappt und wir sind über die Schotterpisten gebrettert. Hatte übrigens nicht mein Auto, das war bekanntlich in der Werkstatt um sich von dem Ampeldatzer kurieren zu lassen. Stattdessen hatte ich Oscar´s Ford Mondeo und er hatte den Wagen von unserem CEO bekommen.
Also, ich bretter da so nichts ahnend durch die Landschaft, also plötzlich ein "Slow" Schild auf der Straße steht. Naja, macht man halt langsam mal langsamer. Hmm, was soll nur dieser komische Geländewagen am Straßenrand? Und was sind da für komische Gestalten mit Tarnanzügen auf dem Heck? Und was ist da auf dem Wagen montiert? Kurz: Da war ne fette Militärkontrolle und wir wurden von einem Wagen der omanischen Armee mit geschmeidigem MG begrüßt. 200m weiter stand dann der Rest der Gruppe mit ihren Knarren/ Maschinenpistolen auf der Straße und hat sich unser angenommen. "Führschein und Registration Card bitte" Naja, mit so ein paar tarnfarbenen Jungs um einen rum überlegt man sich nen blöden Kommentar zweimal. Hab es also unterlassen und nach 5min durften wir weiter.
Wie ich am nächsten Tag erfahren habe, ist die gesamte Musandam Halbinsel militärisches Sperrgebiet und war bis vor 5 Jahren für Touristen nicht zugänglich. Hatte noch ein paar hübsche "Fotomotive" mit mir und den Jungs im Kopf, und für die Rückfahrt eingeplant, leider war da die Kontrolle schon weg. :-(

ein paar Bilder vom Ausflug:
http://picasaweb.google.com/chrismoe2704/MusandamImAugust#

Um die Bucht zu erreichen, muss man über nen Berg. Also auf der einen Seite ne krasse Schotterpiste rauf und auf der anderen in genialen Serpentinen runter. Leute, ein Spass. Auf dem Rückweg hab ich die Serpentinen so richtig ausgenutzt, Gas gegeben und Voj hat gefilmt. ist ein schöner Film von 160MB draus geworden, 8min lang und aufgrund der Pistenbeschaffenheit und des Tempos extrem verwackelt. Aber hey, das war schließlich auch ne Schotterpiste und keine asphaltierte Straße. Hab mich pudelwohl gefühlt und von einem Ohr zum anderen gegrinst. Ein Spass.
Die Abfahrt auf der anderen Seite ging auch relativ flott, waren nicht ganz so viele Kurven zum abbremsen und wir haben ein paar Bodenwellen/Schlaglöcher gscheit mitgenommen. Leider war die Abfahrt relativ schnell vorbei und wir waren wieder auf dem normalen Schotterweg zurück zur Grenze.
Auf einmal sehe ich im Spiegel eine Radkappe wegfliegen, halte also gleich an, um den Flüchtling einzufangen. Routinemäßiger Blick auf die Reifen: Upps, der linke Vorderreifen hatte mal so gar keine Luft mehr. Dem haben wohl die Bodenwellen/Steine/Kanten/Schlaglöcher der Serpentienfahrt so gar nicht gefallen. :-( Naja, Reifen wechseln kann ich ja. Mit dem richtigen Werkzeug. Das war leider nicht im Auto. Schönerweise sind die Leute dort extrem hilfsbereit, alle passierenden Autos haben angehalten. Da hab ich mir doch schnell nen weiteren Schlüssel geliehen und nen schönen Hebel gebastelt. Nach 25 min war der Reifen bei 38 Grad gewechselt und wir konnten weiterfahren.

Der Rest des Heimwegs musste wegen dem Reserverad etwas langsamer angegangen werden, an der Grenze wieder Stempel gesammelt und gegen 23 Uhr lag ich endlich wieder im Bett. War ein echt toller Ausflug, die Jungs vom omanischen Militär hätte ich gerne präsentiert. Die haben ihr Schicksal wohl geahnt und sich abgezogen ;-)

Der Wagen hat diese Woche gleich 4 neue Reifen bekommen. Mindestens ein anderer Reifen war auch in bedenklchem Zustand. Ups :-)

Dienstag, 19. August 2008

Bremsen ist nicht alles

Eigentlich wäre ja jetzt mein Bericht über den Peking Urlaub dran (ja, ich hab es wirklich geschafft), allerdings hab ich in den letzten Tagen so richtig Action mit meinem Auto gehabt, da muss ich doch glatt nen Blog dazwischen schieben.

Dienstag Abend gegen 21 Uhr sitz ich glücklich in meiner Bude und schreibe grade meinen Blog als das Telefon klingelt. Bettina ist dran, hatte nen Unfall um die Ecke.... Was macht der hilfsbereite Christian? Na klar, packt sein Auto und fährt zu ihr. Polizei war dort und hat bereits das ganze Zeugs ausgefüllt. Also ein bischen um die Kleine gekümmert und mit dem Polizisten über die Schuldfrage gesprochen. War jedoch ziemlich klar, außerdem war die andere auch noch ne Emirati. Also hat die Bettina den roten Zettel (schuldig) bekommen und wir haben uns mit den beiden Autos auf den Heimweg zu ihr gemacht.
Habe sie also bei sich in der Bude abgegeben und dann ging es weiter zu mir. Schließlich war bereits 2145 und um 2200 war Squash mit Jürgen eingeplant. 5min später war ich in meiner Straße und noch 200m von der Ampel entfernt. Die Ampel wurde natürlich rot und um die Bremsen ausnahmsweise mal nicht zu sehr zu beanspruchen hab ich doch glatt mal frühzeitig mit dem bremsen angefangen. 2m hinter meinem Vordermann kam ich zum Stehen. Und dann? Dann gab es auf einmal ein Quietschen und ich hab in den Spiegel geschaut. Ein Auto wurde immer größer und schließlich hat mein Schlitten ordentlich gewackelt, als der andere in meinem Kofferraum geparkt hat. Kann doch nicht sein, ich bin doch grade erst vom anderen Unfall gekommen... Irgendwie schon.. Also die Polizei gerufen und 20min gewartet.
Die wollten nur den Führerschein + Registration Card sehen und haben dann mit dem Ausfüllen der Zettel begonnen. Noch ne kurze Frage nach dem Schaden und das war es. Zwischendurch noch eine Frage nach meiner Herkunft.
"Oh, your from Germany. You know Bäkknbr".. was meint der nur? Blutgeld für meine Schmerzen??
"Excuse me?"
"you know Bäkknbrr"
"Hähh, was meint der Kerl nur?"
"Excuse me?"
"Bäkknboor"
Na jetzt hat es geschnackelt, der meint den Kaiser, den Franz. Nachdem auch endlich dieses Detail geklärt war habe ich noch 5min mit dem Polizisten über des Kaiser´s glorrreiche Fussballzeit in Deutschland gesprochen und dann war der Kerl glücklich. Endlich mal einer, der den Franz kennt. :-)
Jo, hab also den grünen Zettel (unschuldig) bekommen und durfte nach insgesamt 10 min wieder fahren. Das Squash am Abend habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen! Morgens schnell in der Arbeit die Unfälle beichten und dann gingen die Wagen zur Reparatur.
Und wer hatte an beiden Unfällen schuld? Natürlich Bettina! Denn wenn sie nicht unterwegs gewesen wäre und den Unfall gehabt hätte, dann hätte ich an dem Abend niemals meine Wohnung verlassen. Und dann hätte ich auch nicht meinen Unfall gehabt. Ergebnis dieser genialen arabischen Analyse: die Azubine hat schuld! :-)

Wer mir die beiden Unfallberichte übersetzen kann bekommt ein extra Mitbringsel aus Dubai!